Der Kampfpanzer Leopard 1
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Werkzeug und Zubehör des Leopard 1

Das Außenbordwerkzeug und Zubehör am Fahrzeugheck

Am Heck war das so genannte Fahrerwerkzeug im Heckstaukasten untergebracht. Auch fanden hier Ersatz- und Vorratsteile für die Kette und ein Teil des Kettenwerkzeugs Platz. Vom Fahrzeugheck aus konnte auch Verbindung mit der Besatzung aufgenommen werde, zum Beispiel beim Einsatz mit Grenadieren oder Jägern oder bei der Dekontamination des Fahrzeugs.

Das Fahrerwerkzeug war in einer Segeltuchtasche verstaut und wurde im geschlossenen Zustand in den Heckwerkzeugkasten gestellt. Der Inhalt der Tasche bestand aus:

erste Reihe: Maulschlüsselsatz von SW 8 bis SW 36, insgesamt 8 Doppelmaulschlüssel, zwei Ringschlüssel von SW 30/32 und SW 36/41, einer Kombizange und einer Wasserpumpenzange

zweite Reihe: Lukensicherung Fahrerluke (erst seit Mitte der 80er Jahre) und Motorölspaltfilterschlüssel

dritte Reihe: Steckschlüssel und Knarren von SW 13 bis SW 46, sowie zwei Außensechskant SW 12 und SW 19, Verlängerung, einem Knebel, einer großen Knarre mit 20mm Viekant und dem Schlüssel für die Abhebevorrichtung

vierte Reihe: zwei Schraubendreher und zwei Hammer mit 500 Gr und 2.000 Gr

Sehr oft wurde die Knarre samt 19er Nuss, die Pumpenzange oder Kombizange an besser zugängliche Stellen verstaut, da diese sehr oft gebraucht wurden und der Heckwerkzeugkasten nur schwer zugänglich war.

In dafür vorgesehende Halterungen innerhalb des Heckstaukastens wurden folgende Werkzeuge verstaut:

zwei Drahtbürsten

ein Drehmomentschlüssel

zwei Kettenmontagespanner

zwei Zungenheber für die Kettenpolster

zwei Ausrückhebel für Kettenpolster

ein Abschlagdorn für Endverbinder

zwei Reinigungspinsel

zwei Waschbürsten

zwei Schwämme

eine Rolle Isolierband

eine Rolle Bindedraht

Ölkanne Kunststoff

zwei Haltebügel (C-Eisen) für die Gleiskettenmontage

eine Messlehre für Kettenverschleiß

Die Halterungen des Heckstaukastens

Die Halterungen im Deckel des Heckstaukastens

Am Heck des Leopard 1 fanden aber auch Vorratteile für die Gleiskette Platz. Nicht immer waren diese auch vorhanden. Bei den frühen Losen / Kampfwertsteigerungen fehlen diese ganz.

Das Heck bietet Platz für vier Mittelführungszähne der Gleiskette, zum Zubehör gehören jedoch nur zwei (oben rechts), rechts unterhalb des Heckwerkzeugkasten konnten zwei Endverbinder mitgeführt werden (links), die Ersatzteile werden durch zwei Kettenglieder vervollständigt. Befestigt waren diese Vorratsteile an dafür an das Heck geschweißten Vierkant- oder Rundstählen.

Selbst die Abschleppschäkel, oder T-Zughaken, samt den dazugehörigen Bolzen mit Sicherungskette sind dem Zubehör zugeordnet. So finden sich am Heck jeweils zwei T-Zughaken mit Befestigungsbolzen. In diese Schäkel waren in der Regel die Abschleppseile bereits eingehängt, um im Bedarfsfall schnell, ohne den Panzer verlassen zu müssen, Bergebereitschaft herstellen zu können. Ab Anfang der 80er Jahre wurden so genannte Seilsicherungen eingeführt (unten mittig). Diese Seilsicherungen sollten bei eingehängtem Abschleppseil das Abrutschen der Seilkauschen verhindern und gehören zum Zubehör Tiefwatausrüstung.

Alle Leopard 1 verfügten hinten rechts über eine Außenbordsprechstelle, die es ermöglichte von außen mit der Besatzung zu sprechen oder von außen zu funken. Um die Außenbordsprechstelle nutzen zu können mußte der Handapparat angeschlossen und verstaut werden. Das erste Los hatte eine eckige Verschlußklappe, doch sah das “Innenleben” gleich aus. Gern wurde die Außenbordsprechstelle auch zur Befestigung von S-Draht Rollen genutzt.

Auch die Triebwerkraumabdeckung wurde für den Transport von Werkzeug und Zubehör genutzt. Im vorderen Bereich waren Halterungen für den Kettenspannschlüssel, dem großen Uhrmacher, und dem Seitenvorgelegeschlüssel angebracht. Der Kettenspannschlüssel, ein so genannter Gesperreschlüssel, arbeitete ähnlich einer Knarre jedoch nur in eine Richtung und wurde neben seiner Hauptaufgabe auch gern als Hebelverlängerung eingesetzt. Der Seitenvorgelegeschlüssel bestand aus zwei Teilen. Dem eigentlichen Seitenvorgelegeschlüssel, mit dem der Seitenvorgelege Stopfen entfernt werden konnte und das Seitenvorgelege gelöst wurde. Der Schlüssel war aber auch gleichzeitig das Führungsrohr für die Führungsstange, mit der die Veriegelung des Seitenvorgelege getrennt wurde. Beite Werkzeuge wurden ineinander gesteckt ebenfalls auf der Triebwerkraumabdeckung verstaut. Da diese Werkzeuge aber etwas von der Heckplatte entfernt waren, kam es oft dazu, daß sich das Tarnnetz in ihnen verfing und zum Verbiegen des Seitenvorgelgeschlüssels führte.

Mußten Leopard 1 mit der Bahn an ihren Einsatzort transportiert werden, gab es zwei Möglichkeiten die Panzer auf den Waggons zu befestigen. Eine davon war die Befestigung mit Stahldornkeilen und vier Verzurketten. Waren die Leoparden an ihrem Bestimmungsort angekommen wurden die Verzurrketten beidseitig in die Abgasgrätings eingehängt, jeweils zwei vorn und zwei hinten und quer über das Ende der Heckplatte gelegt. In den so entstandenden Zwischenraum wurden die 4 Stahldornkeile auf das Lüftergitter gelegt und verspannt. Mit Einführung des Leopard 1A5 wurden die Keile auch gern vor dem Zielscheinwerferkasten verstaut, da der Zielscheinwerferkasten als zusätzlicher Stauraum frei war. Jeder Zug führte zusätzlich eine Verzurrkette und 2 Keile als Ersatz mit. Diese “Konstruktion” blieb für die gesamte Zeit des Übungsplatz auf der Heckplatte, verursachte immer ein lautes Rasseln und wurde gern verloren. Nachdem der Kompaniefeldwebeltrupp ab Ende der 90er Jahre über 2 zusätzliche Lkw verfügte, wurden die Ketten und Keile auch gern dort abgegeben.

Neben den zur Standartausstattung gehörenden Gegenständen wurde die Triebwerkraumabdeckung auch regelmäßig zur Unterbringeung anderer Gegenstände genutzt. So führten viele Leopard 1 ab Ende der 80er Jahre auch einen Besen auf der Heckplatte mit. Dieser sollte zur Beseitigung von Straßenverschmutzungen dienen, wurde aber meistens zur Reinigung des Schuhwerks beim Aufsitzen verwendet. Auch eignete sich der Platz gut um z.b. Fahrräder auf freilaufenden Übungen, Pfähle zur Markierung von Stellungen oder andere sperrige Dinge mit zu führen. Nachdem in den 80er und 90er Jahren auch ausgebildete Leopard 2 Männer zu Leopard 1 Verbänden kommandiert wurden, wurden auch “Rückfahrhilfen” auf der Heckplatte montiert.

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