Der Kampfpanzer Leopard 1
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Wanne und Fahrwerk des 5. Los Leopard 1A3

Fahrgestellnummern 14001 bis 14999 insgesamt 110 Stück, gebaut von Mai 1973 bis November 1973

Die Wanne des Leopard 1A3 unterscheidet sich nur durch die leicht geänderten Abgasgrätings von dem im gleichen Los gebauten Leopard 1A2 und ist identisch mit den Wannen des 6. Los. In die Produktion fließen bereits alle Kampfwertsteigerungen der älteren Lose ein. 

  1. Vorderer Spritzschutz
  2. Abschleppseil verlängert
  3. Abgasgräting ohne Querstreben
  4. Kettenblenden

Links eine Übersicht der ab dem 5. Los serienmäßigen Halterungen für das nun längere Abschleppseil. Links Oben ist die Marschhalterung und der kurz dahinter angebrachte Kugelkopf mit Sicherungssplint zu sehen. Zum Herstellen der Tiefwat- / Unterwasserfahrbereitschaft wurde die Seilkausche auf diesen Kugeklopf umgesetzt (siehe auch Bereitschaftsgrade). Rechts in der Mitte ist eine von zwei Seilklemmen (pro Seite), die zur zusätzlichen Führung des Seils dienten, zu sehen. Unten Links die Seilhalterung mit Sicherungssplint auf den Abgasgrätings , welche ebenfalls eine Marschalterung für das Abschleppseil, alsauch als Halterung für die Seilkausche bei Bahntransporten diente.

In der folgenden Draufsicht sind weitere, nun in Serie, produzierte Änderungen der Wanne sichtbar. Bei allen Wannen des 5. Los wurden neue Kettenabdeckungen verbaut, die als Antirutschbelag 3 aufgeklebte Schleifpapierstreifen erhielten. Diese Abdeckungen flossen auch nach und nach in den Versorgungskreislauf der Bundeswehr ein, so daß es auch frühere Lose mit diesem Belag gab. Eine, wie sich in der Praxis herausstellte, wenig gelungene Ausführung. Schon in der Produktion, spätestens aber bei Instandsetzungsmaßnahmen, wurden diese Kettenabdeckungen getauscht.Späte Fahrzeuge des 5. Los wurden vom Werk aus mit dem Halter und den dazugehöreden Eisgreifern auf der Bugplatte versehen. Frühe Fahrzeuge des 5. Los wurden in der Truppe nachgerüstet. An manchen Fahrzeugen, z.b. in Shilo/Kanada fehlt diese Nachrüstung. In der Draufsicht gut zu erkennen ist die neue Befestigung der nun längeren Abschleppseile.

5. Antirutschbelag 6. Eisgreifer

Die ursprüngliche Halterung des großen Kettenspannschlüßels wurde mit einem Sicherungssplint versehen. Diese Maßnahme verhinderte das hochspringen des Schlüßels bei Geländefahrten. Auf die alte Halterung wurde ein rundes Stück Staht aufgeschweißt und mit einer Bohrung für einen 8mm Splint versehen. Diese Änderung floß auch nach und nach bei den älteren Losen ein.

Gut zu sehen die fehlenden beiden Streben, die ursprünglich die alten Abschlepp- seilhalterungen trugen, des 4. Los und frühen Wannen des 5. Los (Leopard 1A2). Bei fast allen, mit diesen Streben versehenen Wannen, wurden diese nach und nach in den Depots entfernt.

7. Wie alle Fahrzeuge ab dem 5. Los, erhält auch der Leopard 1A3 die neue Endverbinderkette D 640 A von Diehl.

8. Ebenfalls kommt, wie beim Leopard 1A2, der neue längere Lampenträger auf der rechten Fahrzeugseite zum Einbau. Diese Änderung wurde mit der Einführung des neuen Bildverstärkergeräts notwendig und bot so Platz für den ebenfalls neuen Hilfsscheinwerfer.

Dieser neue Antirutschbelag wurde aber schon sehr schnell gegen einen durch groben Splitt ersetzt. Noch im Versorgungskreislauf befindliche Kettenabdeckungen wurden aufgebraucht. Rechts eine Gegenüberstellung der beiden verwendeten Beläge. Zusätzlich kommte ein leicht geanderter Rückspiegelhalter mit einer gekapselten Feder in die Fertigung.

Ab dem 5. Los werden andere Träger für die Fahrer Rückblickspiegel verwendet. Diese Halter verfügen nun über eine gekapselte Feder.

Der neue Lampenträger des 5. Los bot nun Platz für Fahr- und Hilfsscheinwerfer, wobei einer der Anschlüsse nicht belegt war. Sollte der Hilfsscheinwerfer benutzt werden, mußte der Fahrscheinwerfer auf den Blindstecker umgebaut werden. Der Hilfsscheinwerfer wurde dann, auf den so frei werdenden Anschluß,gesetzt.

Am Fahrzeugheck des 5. Los wurde eine etwas veränderte Rohrzurrung verbaut. Am Verschlußbügel der Rohrzurrung war nun ein gebohrtes Blech angebracht, die es ermöglichte den Knebel der Verschlußspindel mit einem 6mm Splint zu arretieren. Der Knebel war dazu mittig geschlitzt. Der Splint war mit einer Sicherungkette am Verschlussbügel befestigt. Die neue Rohrzurrung konnte nun auch mit einem kleinen Sperrhebel in aufrechter Stellung verriegelt werden. Bei älteren Rohrzurrungen, ohne diese Arretierungen, kam es häufig zu Beschädigungen des Tarnleitkreuz.

Rechts neben der Rohrzurrung erhielten ab dem 5. Los alle Fahrzeuge ein kleines Röhrchen eingeschraubt, welches überschüssige Bremsflüssigkeit von der Heckwand entfernt ableiten sollte.

Alle genannten Änderungen in der Produktion des 5. Los flossen auch in die Kampfwertsteigerungen der älteren Lose ein. Diese wurden zum Teil zeitnah in der Truppe oder im regelmäßigen Turnus in der Depotinstandsetzung durchgeführt. Deshalb sind ständig auch Mischformen, Teilumrüstungen oder unterschiedliche Ausführung, bis zur Umrüstung zum Leopard 1A5 in der Truppe gewesen.

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